Ständige Provokationen hier im Forum

...des Lila Kanals

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon zéro cinq » 07.05.10 10:55

ach, und noch was: ich kann hier keinen stalinistischen kasernenton erkennen.

davon ab, weise ich von mir, mich nicht inhaltlich zum thema geäußert zu haben und halte dennoch den von mir benutzten kotzsmiley für den neben bungles posting angemessensten inhaltlichen beitrag.
zéro cinq
 
Beiträge: 5224
Registriert: 24.04.08 21:25
Wohnort: Kreuzberg

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon Georg Gafron » 07.05.10 13:15

Sehr geehrter Herr Nibbler,

aufgrund meiner Kontakte zur Medienwelt darf ich Ihnen bereits vorab folgende erfreuliche Mitteilung machen: Die Jury der Eva Herman-Gesellschaft zur wissenschaftlichen Aufdeckung historischer Wahrheiten ist zu dem einstimmigen Beschluss gekommen, Ihnen die Medaille für Mut und Zivilcourage für das Jahr 2010 zu verleihen.

Wie Sie hier absolut überzeugend dargelegt haben, hat es in der Geschichte immer wieder Menschen gegeben, die Ihren hohen Maßstäben bezüglich mutigen Handelns nicht genügen konnten. Es ist gut und wichtig, dies einmal schonungslos beim Namen zu nennen, mit falschen Mythen über persönliche Schicksale aufzuräumen und wahre Hintergründe aufzudecken, so wie Sie das hier eindrucksvoll tun.

Völlig zu Recht, hochverehrter Herr Nibbler, haben Sie bereits subtil darauf hingewiesen, dass Sie persönlich aus einem ganz anderen, eben mutigeren, Holz geschnitzt sind: Trotz des bekanntermaßen hier vorherrschenden stalinistischen Kasernentons und menschenverachtender Sanktionen bis hin zur Schließung von Threads lassen Sie sich nicht einschüchtern und bleiben weiter so unbequem, wie man es sonst nur von Büchern des Kopp-Verlages kennt. Da Sie ja selber Buchautor sind, können wir Ihnen nur nahelegen, dort einmal zu veröffentlichen. Diese Medaille jedenfalls soll Sie ermutigen, auch weiterhin den Finger in die Wunde zu legen, wenn im TeBe live wieder einmal falsche Kausalketten aufgestellt werden, um die Wahrheit zu verdrehen und Opfermythen zu stricken. In diesem Sinne: Bleiben Sie auch zukünftig so unbequem!

Mit sarkastischen Grüßen
Ihr Georg Gafron
Kommis vertreiben, Polizeipferde bleiben!
Georg Gafron
 
Beiträge: 45
Registriert: 16.10.07 00:47

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon Maro » 07.05.10 13:38

Ich liebe es, wenn man Menschen und ihre Meinungen ernst nimmt... :?

Mag sein, dass Nibbler (und ich ebenso) Blödsinn geschrieben haben, aber was daraus gemacht wurde, ist einfach nicht gerechtfertigt. Arbeitet doch bitte mal weniger mit Unterstellungen. Und ohne Fakes natürlich. :wink:
Gehörst du auch zur intellektuellen Elite der Antideutschen?

Da gibt's bestimmt was von Ratiopharm.
Maro
 
Beiträge: 5195
Registriert: 07.09.05 19:15

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon mr. bungle » 07.05.10 14:33

Lieber Maro, ich habe mir das Eröffnungspost jetzt gerade nochmal durchgelesen und bleibe dabei, dass es in dieser Form völlig indiskutabel ist - keine Ahnung, welche Antworten dir da vorschweben. Nibbler hat Reaktionen gefordert ("Argumente an die Sonne, meine Herren!", nach Schließung des Themas hier weitergemacht), obwohl das, was er als "Diskussionsgrundlage" in den Raum gestellt hat, so dermaßen substanz- und auch pietätlos war, dass man darauf kaum anders als polemisch und auch wütend reagieren kann. Es an der Bereitschaft, "in die Gaskammer zu gehen", festzumachen, ob ein Mensch "krank oder mutig" (!!!) ist - was für sich schon die völlig unsinnige Konstruktion eines so nicht existierenden Widerspruches ist - wie auch der Verweis darauf, dass die - zwangsläufig - nichtjüdischen Menschen, die Verfolgte versteckt haben, viel mutiger als Neppach gewesen seien, darauf kann man nur mit Brechreiz reagieren und ich ärgere mich gerade, dass ich schon wieder im Begriff bin, mich überhaupt noch auf diesen Schwachsinn einzulassen. Deshalb spare ich mir jetzt auch weitere Worte.

Ich kündige schon mal an, dass das hier nicht sofort, aber in den kommenden Tagen dichtgemacht wird. Irgendwelche Erkenntnisgewinne bringt dieser Faden nämlich ebenso wenig wie der zu Recht geschlossene ursprüngliche Thread zu diesem Thema. Dabei wär das Post von Bronski eigentlich das perfekte Abschlussstatement gewesen.
mr. bungle
 
Beiträge: 7930
Registriert: 06.02.03 02:55
Wohnort: Schöneberg

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon Hans » 07.05.10 14:49

wird auch zeit, das schließen
bin immer wieder überrascht, auf welche absurden argumentationen/statements in den weltweiten foren ernsthat eingegangen wird.
signaturlos dank felix
Hans
 
Beiträge: 964
Registriert: 31.03.06 21:01
Wohnort: Berlin

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon bronski » 07.05.10 15:51

zéro cinq hat geschrieben:"Selbstmord" taucht dagegen das erste mal in einem posting von bronski in diesem thread auf.


mea culpa, maxima! ein einmaliger ausrutscher, ich schwöre.
Die vollständige Rückverkrachtung des deutschen Fußballs, dafür grölen wir! -- Brigade Tina Drombusch / BTD
bronski
 
Beiträge: 1608
Registriert: 08.02.03 13:40
Wohnort: soldiner kiez

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon Loddar » 07.05.10 16:39

Kann mich Unwissenden mal bitte einer aufklären, warum Selbstmord so ein böses Wort sein soll, für dessen Verwendung man sich entschuldigen muss ? Ich meine das mitnichten provokativ, sondern würde es wirklich gerne wissen. Danke vorab !
Der Hund bellt, die Wolken ziehen.
(Persisches Sprichwort)
Loddar
 
Beiträge: 1790
Registriert: 04.04.05 14:12
Wohnort: Google Street View

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon zéro cinq » 07.05.10 16:40

ich find's garnicht sooo schlimm. "selbstmord" ist halt das geläufigere wort. allerdings hat teja m.e. recht, wenn er die moralische bewertung, die durch "mord" vorgenommen wird, ablehnt (so würde ich mal seinen post interpretieren). aber "selbstmord" ist halt derart gängig, dass ich da jetzt auch nicht zuviel rein lesen würde.
man könnte z.b. auch darüber diskutieren, wie "frei" denn ein "freitod" unter bedingungen der verfolgung eigentlich ist. angesichts von bevorstehender deportation und ermordung (ich weiß, nibbler, das kam erst nach '33, ich beziehe mich hier nicht auf nelly neppach) z.b. nimmt sich der suizidale die freiheit, den zeitpunkt und die art seines ohnehin nahen, durch andere bestimmten todes selbst zu bestimmen.
insofern wäre eine neutrale bezeichnung wie suizid ("selbsttötung") vielleicht am besten.
zéro cinq
 
Beiträge: 5224
Registriert: 24.04.08 21:25
Wohnort: Kreuzberg

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon Loddar » 07.05.10 16:53

zéro cinq hat geschrieben:man könnte z.b. auch darüber diskutieren, wie "frei" denn ein "freitod" unter bedingungen der verfolgung eigentlich ist. angesichts von bevorstehender deportation und ermordung
Ja eben....auch ein psychisch Kranker, der sich umbringt, tut das mitnichten aus "freien" Stücken, sondern aus innerem Zwang.
Suizid ist vermutlich das passendste Wort.
Der Hund bellt, die Wolken ziehen.
(Persisches Sprichwort)
Loddar
 
Beiträge: 1790
Registriert: 04.04.05 14:12
Wohnort: Google Street View

Re: Ständige Provokationen hier im Forum

Beitragvon ping-pong-alex » 08.05.10 15:35

da muss man aber die zwei arten der selbsttötung trennen :

a) der bilanztod : eine person setzt sich konkret mit seiner situation auseinander und kommt zum entschluss, seinem leben aus freien stücken zu beenden

b) der affekttod: jemand tötet sich selbst, ohne es eigentlich tatsächlich zu wollen; vielmehr ist der akt der selbsttötung meist ein (fehlgeschlagener) hilfeschrei

grautöne gibt es natürlich auch

das wort mord paßt nicht zum akt der selbsttötung
ich war Tebe-ich bin TeBe- ich werde TeBe sein

Der Internationalismus hört am Strafraum auf

Inti Illimani - El Pueblo Unido
https://www.youtube.com/watch?v=w8UGs0rdhq8
ping-pong-alex
 
Beiträge: 5511
Registriert: 06.01.03 17:54
Wohnort: ex ökonomische & politische Einheit Westberlin

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast